FAQ,S (HÄUFIGE gestellte FRAGEN)

Was muss ich tun, wenn ich zu einem Termin ins Behandlungszimmer Nr. 16 im Erdgeschoss bestellt bin?

Stellen Sie sicher dass Sie am korrekten Behandlungszimmer angekommen sind. Es wäre sehr bedauerlich, wenn Sie vor einem falschen Zimmer warten. Melden Sie sich bitte an, sodass auch wir wissen, das Sie angekommen sind, damit nicht andere Patienten, mit einem späteren Termin,  vor Ihnen behandelt werden. Beachten Sie bitte, dass die Uhrzeit des Termins immer nur eine ungefähre ist, denn die genaue Dauer einer jeden Behandlung kann nicht im Voraus exakt berechnet werden. Bestimmte Fälle bedürfen mehr Aufmerksamkeit/Zeit als andere (denken Sie einfach an sich selbst). Daher bitten wir um Geduld, falls Ihnen aber trotzdem irgendetwas nicht normal erscheint, sprechen Sie mit der Arzthelferin. Bitte bedenken Sie aber, dass wir nicht alles 100 % planen können. Des Öfteren tritt unvorhergesehenes ein und die Terminplanung muss neu eingeteilt werden. Stellen Sie sich vor, Sie wären dieser unvorhergesehene Fall, Sie möchten sicherlich auch ohne große Wartezeiten behandelt werden.

Was muss ich tun, wenn ich das Krankenhaus zur Aufnahme erreicht habe?
Begeben Sie sich zur Rezeption in der Eingangshalle des Krankenhauses und legen Sie dort Ihren Personalausweis oder Pass vor. Es ist sehr wichtig, das Sie sich ausweisen um Fehler bei Ihren Namen und Vornamen zu vermeiden. Dies verursacht bei der Behandlung keine Probleme, jedoch später in der administrativen Bearbeitung. Denn sollten Sie einen Bericht anfordern oder die Rechnung bei Ihrer Versicherung, zum Ausgleich,  einreichen wollen, könnten, eben diese falschen Daten möglicherweise eine Ablehnung der Kostenübernahme nach sich ziehen.

Werde ich stationär im Krankenhaus bleiben müssen, und wenn ja wie lange?
Dies hängt sehr von dem vorzunehmenden Eingriff ab. In den meisten Fällen, erfolgen die Eingriffe perkutan (von lat. per „durch“ und cutis „Haut“; sinngemäß „durch die (gesunde) Haut hindurch) und ambulant (eine stationäre Aufnahme ist nicht erforderlich). Generell bewegt sich die stationäre Aufenthaltsdauer nach einem chirurgischen Eingriff an der Wirbelsäule bei 1-2 Tagen, in den Fällen der Gehirnchirurgie 3-5 Tage. Jedoch immer abhängig vom Einzelfall. Sie können uns jederzeit, Ihren Fall betreffend fragen und Sie erhalten alle notwendigen Erklärungen, bedenken Sie aber auch hier immer, dass nicht alles geplant werden kann und eventuell Komplikationen entstehen könnten. Sollte dies der Fall sein kann sich die stationäre Aufenthaltsdauer um einiges verlängern

Welche Anästhesie wird bei mir angewendet?

Generell ist die abhängig vom vorzunehmenden chirurgischen Eingriff. Die meisten Fälle, perkutaner Behandlungen werden mit Lokalanästhesie und Betäubung vorgenommen, was die Erholung und Entlassung erleichtert. In jedem Fall, wird unser Anästhesie Team Ihren konkreten Fall bewerten und uns die entsprechenden Empfehlungen geben. Bitte bedenken Sie, dass Zahnprothesen vor dem Eintritt in den OP-Bereich entnommen werden müssen, diese behindern den Vorgang und falls Stress im OP entstehen sollte, könnten sie verloren gehen.

Kann ein Familienangehöriger mit mir im Zimmer bleiben?
Alle Zimmer im Krankenhaus verfügen über ein Bettsofa zur Nutzung für Ihre Begleitperson. Dies verursacht keine zusätzlichen Kosten. Die notwendige Bettwäsche erhalten Sie vom Personal. Wir bitten darum, dass die Besuche auf ein Minimum reduziert werden, vor allem in den ersten Tagen nach der OP. Je mehr Besuch desto höher das Infektionsrisiko.

Was, wenn ich noch Fragen habe?
Setzen Sie sich jederzeit mit uns in Verbindung, es ist besser nachzufragen, als ein Problem aufkommen zu lassen, weil man nicht stören wollte.

Kann sich mein  Hausarzt mit Ihnen in Verbindung setzen?
Selbstverständlich, wir würden es begrüßen wenn Ihr Hausarzt sich mit uns Verbindung setzt und wir, so Ihren Fall,  mit ihm oder ihr besprechen können und die Entscheidungen gemeinsam treffen.

Was ist Magnetresonanztomographie (MRT)?
Dies ist ein nicht invasives Verfahren ohne ionisierende Strahlung und ohne Schmerzen für den menschlichen Körper. Eine MRT-Untersuchung dauert in der Regel zwischen 15 Minuten und einer Stunde. Sie erfordert so still wie möglich zu liegen, da jede kleine Bewegung die Bildqualität verschlechtert und eine Wiederholung der Studie hervorrufen würde. Ein MRT-Gerät besteht aus einer langen Röhre, in die der Patient, mit dem Gesicht nach oben, liegend auf eine Schiebebühne, herein gefahren wird. Allerdings gibt es Grenzen für übergewichtige Menschen (mehr als 160 KG). Bei Kindern oder Personen mit Tendenz zu Klaustrophobie, wird die Durchführung mit Anästhesie empfohlen. Ebenso kann man auf offene MRT Geräte zurückgreifen, da diese Geräte jedoch eine geringere Strahlungskraft nutzen, ist die Bildqualität geringer als bei geschlossenen Geräten.

Wie bereite ich mich auf ein MRT vor?

Es ist nicht notwendig dass Sie zur MRT Untersuchung nüchtern erscheinen oder die normale Flüssigkeitsaufnahme einschränken außer, eine Injektion von Gadolinium ist notwendig (in diesem Fall empfehlen wir zwei Stunden vorher nichts mehr zu sich zu nehmen). Vor der Untersuchung müssen alle metallischen Gegenstände abgelegt werden, wie z.B. Haarnadeln, Schlüssel, Geldmünzen, Brille, Schmuck, Hörgeräte, Bekleidungsstücke mit metallischen Verschlüssen und natürlich die Schuhe. Kreditkarten, Uhren und Mobiltelefone. Diese würden zerstört wenn Sie der magnetischen Strahlung ausgesetzt werden und Magnetbänder würden gelöscht. Sie können auch einige medizinische Implantate wie Herzschrittmacher, einige Arten von Ventilen für Hydrocephalus (nicht alle), Prothesen und Aneurysmen-Clips (nur Nicht-Titan) unter der MRT zerstört werden. Die meisten Aneurysmen-Clips die seit 1985 verwendet werden sind kompatibel mit MRT. Aus diesem Grund werden wir Sie über Ihre medizinische Vorgeschichte befragen.

Wer sollte sich NICHT einer MRT Untersuchung unterziehen?

Titanimplantate sind kompatibl mit dem MRT,  dasselbe gilt jedoch nicht für andere medizinische Implantate (Aneurysma Clips, Herzschrittmacher, elektronische Stimulatoren des Rückenmarks, intravenöse Pumpen zur Einbringung von Medikamenten, Metallkörper in den Augen oder Cochlea Implantate). Die meisten artikulären Implantate sind ferromagnetisch, da diese aber fest mit dem inneren Knochen verbunden und unbeweglich sind, stellt dies ein Problem dar. Personen mit externen Fixatoren und Fragmenten wie internen Kugeln oder Klammern von vorherigen chirurgischen Eingriffen, müssen erst eingehend untersucht werden. Edelstahleinsätze an der Wirbelsäule stellen kein Hindernis für die MRT Untersuchung dar, da diese jedoch die Bildqualität verschlechtern, nutzt man für diese Gruppe von Patienten andere diagnostische Methode (Computertomographie-CTG). Heutzutage sind die meisten Einsätze an der Wirbelsäule aus Titan und somit kompatibel mit Aufnahmen durch die Magnetresonanz. Bei schwangeren Frauen (speziell in den ersten drei Monaten) ist eine MRT nicht vorzunehmen.

Was passiert wenn ich Heilkräuter einnehme?

Viele Menschen nehmen Kräuter aus unterschiedlichen Gründen ein, vor allem aber um die Gesundheit zu verbessern, zur Konditionierung von chronischen Erkrankungen oder zur Schmerzbehandlung. Aber nur weil es sich um Kräuter handelt, macht es sie nicht weniger gefährlich als andere Medikamente, denn wenn sie ein bestimmtes Anwendungsgebiet haben, verfügen diese auch über chemische Zusätze um die gewünschte Funktion zu erzielen.

Wie alle, vom Arzt, verschriebenen Medikamente, können Kräuter ebenso die gewünschten Wirkungen erzielen, aber auch über Neben- oder Wechselwirkungen verfügen. Hervorgerufen über nicht vorhergesehene pharmakologische Interaktionen  können diese Magenbluten oder Nierenverletzungen verursachen.

Ein weiteres Problem entsteht durch den Glauben das wenn es sich um Kräuter handelt, „je mehr desto besser“. Die chemischen Bestandteile der Kräuter können eine schädliche Wirkung haben wenn die Dosis zu hoch ist.  Dies ist eins der prinzipiellen Probleme, die Schwierigkeit der exakten Berechnung der Dosis, da jede Verabreichung von Kräutern eine unterschiedliche Dosis von aktiven Produkten beinhaltet. Kräuter setzen sich aus unterschiedlichen Komponenten zusammen mit verschiedenen Wirkungsbereichen, hervorgerufen durch die Ernte der medizinischen Kräuter, wie sie verarbeitet und verpackt werden. Ebenso kann eine Kontaminierung bei der Produktion entstehen (beispielsweise wurden in einigen asiatischen Kräuter, Reste von Schwermetallen entdeckt).

Inklusive der Kräuter, die generell als sicher bezeichnet werden, können andere gefährlich sein oder in bestimmten Situationen Nebenwirkungen hervorrufen. Einige Kräuter können die Blutgerinnung verringern und so chirurgische Eingriffe komplizieren. Außerdem könnten Wechselwirkungen mit denen, für die Anästhesie verwendeten Medikamenten, entstehen.

Teilen Sie uns bitte jedes Kräuterpräparat mit, das Sie einnehmen. Vor allem wenn Sie sich einem chirurgischen Eingriff unterziehen. Viele dieser Präparate verändern die Blutgerinnung. Beispielsweise, Sintrom® (Antikoagulante), Gingko Biloba (Kräuter), Aspirin (Antiaggrante) und Vitamin E können die Blutgerinnung verringern, wenn diese Produkte zusammen eingenommen werden kann dies das Risiko der Blutung erhöhen. Das Johanniskraut oder San Juan Gewächs reduziert die Effektivität der Anti-Aids-Medikamente, kann Nierenerkrankungen verschlimmern und reduziert die Wirkung der Medikamente zum Einsatz von Herzerkrankungen, nervlichen Depressionen, epileptischen Krisen, Krebserkrankungen und Verhütungsmitteln.

Um Schwierigkeiten zu vermeiden, wird empfohlen die Einnahme von medizinischen Kräutern, mindestens eine Woche vor dem geplanten operativen Eingriff, einzustellen. Die gefährlichsten Kräuter sind solche die die Blutgerinnung oder den Blutdruck verändern.

Ebenso sollten Sie sich nicht unbedingt auf die Beipackzettel der medizinischen Kräuter verlassen. Einerseits gibt es nicht immer eine staatliche Kontrolle (Gesundheitsamt) der angegebenen Inhaltstoffe und andererseits, werden in vielen Fällen diese Produkte aus anderen Ländern importiert wo die sanitären Kontrollen nicht annähernd so strikt sind, wie es zu wünschen wäre.